Ein tolles Projekt steht in den Startlöchern:
24 Stunden/14 Tage
Besetzung des Kiosk of Contemporary Art
Eröffnung und Brasilianische Küche: 8. Juli 2009, 18.00 Uhr
Lecture „Urban Bodygraphies“: 13. Juli 2009
Finissage und Thüringer Grill: 21. Juli 2009, 18.00 Uhr
KoCA Inn soll ein Lebensraum werden, der eine Vielfalt an Möglichkeiten bietet: ein Mini-Hotel, eine mobile Küche und einen Tauschbörse, einen Showroom, Lounge mit Tanzfläche, sowie einen Schwarzmarkt für interessante Fähigkeiten und (un)nützes Wissen, einen Konferenzraum und einen Spielsalon, einen Strand mit Spielplatz und Touristenbüro.
Alles optimiert auf eine Fläche von 62 qm!!
Die improvisierte, prekäre, großteils wiederverwendete und niemals fertige Struktur des KoCA inn macht den Kiosk und sein direktes Umfeld zu einem Dispositiv, die Konsumkultur, wie auch die Sicherheit und Vorhersehbarkeit des hiesigen öffentlichen Raumes zu diskutieren. Mit einem dichten Programm aus unterschiedlichsten Aktionen und durch spontane und organisierte Mithilfe der Öffentlichkeit soll die Kiosk-Kreuzung zur offenen, informellen Plattform.
Mehr Informationen unter koca-inn.kiosk09.de

2 comments
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5. Juli 2009 um 13:33
gemics
Vernissage am 8.7. mit allstar 1.78
Finissage am 21.7. mit oki doki
16. Juli 2009 um 10:57
gluehendelandschaften
Abends im KoCa Inn
„Sehr möchte ich mich für den Kaffee hier im Kiosk bedanken. Den Kiosk kenne ich noch aus DDR-Zeiten. Damals wurde hier das Neue Deutschland, die Junge Welt, die Frösi, das Mosaik, die Weltbühne, der Horizont, eine Zeitung auch über das kapitalistische Ausland, die Trommel für Kinder, die Comikzeitschrift Aze und für die ganz kleinen Kinder Bummi verkauft. Daneben gab es auch allerlei Fachjournale hier. Diese Aufzählung ist jedoch überhaupt nicht vollständig.“ Ronald Jöckel (Weimar)
“. Ja, so ist das in Weimars einziger Favela. Als Experiment gestartet, ist sie innerhalb einer Woche ein Ort geworden, der allen Besuchern ein Zuhause sein kann. Morgens bringen die Bürger der Stadt Brötchen und hängen sie an das Gerüst – eine Türklinge gibt es nicht. Heute morgen gab es sogar frische Waffeln vom Weimarer Rentnerpaar Voigt. Familiärer geht es kaum. In alter Schulschrift steht im Gästebuch (durch die Ehefrau übersetzt):“Das war ein interessante Erfahrung mit den jungen Leuten aus Brasilien! So kann man sich gegenseitig kennen lernen. Wir haben Waffeln gebacken und wir sind sehr erfreut, dass alle Waffeln aufgegessen sind. Wir wünschen den jungen Leuten alles Gute und dass sie Weimar in guter Erinnerung behalten. Gerda und Hans-Peter Voigt“
Jetzt ist der Kiosk das KoCa Inn – eine Favela mitten in Weimar und Ort alternativer Lebensentwürfe.
Empfangen von Trommelmusik, ein paar zarten Lächeln in den Gesichtern glücklicher Menschen und dem schleichenden Gefühl des Nachhausekommens gehe ich rauf ins Wohnzimmer vom KoCa Inn um runter zu kommen. Im Wohnzimmer aquarelliert Esther die Straßenansicht Erfurter Straße. Nach einem kurzen Hallo setze ich mich auf die geschenkte Couch, um zu lesen: Penelope Cruz im Interview. Theresa kommt hinzu und gemeinsam blättern sie und Esthe. in den Zeichnungen. Ich unterbreche das Date mit Penelope und genieße auch die kleine gezeichnete Weltreise. Edinburgh ist die letzte Etappe und die Couch ruft. Theresa stolpert über de Zeitungsständer, sie hat einen Hustanfall. Draußen tanzen die Menschen ausgelassen, während der Verkehr auf der angrenzenden Straße nicht abreißt.
Was wohl im Gästebuch steht, fragt sich Theresa und schlägt es auf: „Franz(i) und Jana chilln hier rum und es gefällt
Das Trommelns verstummt für einen kurzen Augenblick und die Zugabé-Rufe lassen die Trommler gleich wieder starten und die Anwesenden tanzen weiter, um anschließend gemeinsam in ein brasilianisches Lied einzustimmen. Was märchenhaft scheint, ist hier Realität. Das Trommeln übertönt die Geräusche des Alltags und gibt einen neuen Rhythmus vor.
am 15. Juli 2009
Maxi Kretzschmar